Konstantin der Große

Ein Mann mit Visionen

Beim Kampf um die Macht setzt Konstantin auf göttliche Hilfe

Anfang des 4. nachchristlichen Jahrhunderts wurde das Römische Reich von vier Kaisern gleichzeitig regiert – eine komplizierte Konstellation, die Konstantin ändern wollte. Sein Ziel: die Einigung des Reiches unter seiner alleinigen Herrschaft.

Konstantin war ein religiöser Mensch. Eine besonders innige Beziehung schien er zum römischen Sonnengott Sol zu haben. Im Jahr 310 soll ihm einem namentlich nicht bekannten Lobredner seiner Zeit zufolge auch der Gott Apollo in Begleitung der Siegesgöttin erschienen sein und ihm eine 30-jährige Herrschaftszeit prophezeit haben. Eine ähnliche Erscheinung will er auch zwei Jahre später gehabt haben – vor einer seiner wichtigsten Schlachten, diesmal jedoch ein christliches Zeichen. Ob es sich dabei um einen Meteoriten-Einschlag, ein Wetterphänomen oder tatsächlich um ein Flammenkreuz oder ähnliches gehandelt hat, ist nicht belegt.

Am 27. Oktober 312 war Konstantin mit seinen Truppen Richtung Rom unterwegs. Von nun an nahm die Geschichte eine weltpolitisch bedeutsame Wendung.

Der Machtpolitiker Konstantin hatte die Kraft der christlichen Kirche erkannt und durch die Förderung des Christentums die Welt verändert. Über seinen persönlichen Glauben streiten die Experten bis heute. In dieser Hinsicht bleibt er schwer fassbar, nicht zuletzt wegen der sehr einseitig pro-konstantinischen Färbung der vorhandenen Quellen aus christlichen Chronistenfedern.

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