Figural verzierte seldschukische Keramik

Selcuklu Seramikleri (1)

Unter der Bezeichnung Islamische Keramik, ein Sammelbegriff für aus Ton gefertigte Gebrauchs- und Prunkwaren aus Gebieten der muslimischer Bevölkerungen, erlebt sie ihre erste Blütezeit nach der Abbasiden in der seldschukische Herrschaft vom 11. bis 14. Jahrhundert. Die Keramikproduktion unter den Seldschuken stellte aufgrund der regen Bautätigkeit die Herstellung von figural verzierten Fliesen in den Vordergrund. Geschirr und figürliche Keramik spielten nur eine nebensächliche Rolle. Es wurden zahlreiche neue Techniken zur Herstellung und Glasur der Waren entwickelt. Auf diesen Herstellungsverfahren entwickelte sich die im zwölften und dreizehnten Jahrhundert die übliche Minai-Technik (Email bzw. Schmelzfarbe). Die Farbe wurde auf den Ton aufgestrichen, dann alkalisch glasiert und fixiert. Anschließlich bei sehr hoher Temperatur von teilweise über 1000 °C wiederholt gebrannt. Das Vorgehen ermöglichte eine verbesserte Abgrenzung der Farben und diente zur Herstellung sehr detaillierter und farbenfroher, miniaturartiger Darstellungen.

Diese Fliesen bilden auch Beispiele der Islamischen Bilderkunst. Wie behauptet, enthält der Koran kein Bilderverbot.

Selcuklu Seramikleri (2)

Selcuklu Seramikleri (3)

Selcuklu Seramikleri

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