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Archive for the ‘Tradition’ Category

Der bekannteste älteste Teppich wurde von dem russischen Archäologen Rudenko im Altaigebirge 1946 entdeckt. Dem Pazyryk Teppich genannten heute noch erhaltenen Relikte sind im Museum Sankt Petersburg zu bewundern. Bei der Herstellung dieses Teppichs wurde der `Türkische Knoten´ verwendet, ein Indiz darauf, dass die traditionelle Knüpfkunst u.a. in der Türkei ihre Anfänge gefunden hat.

Unter strenger Kontrolle und unter Verwendung besten Seidenmaterial werden noch heute Meisterstücke geschaffen.

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Das im 5. Jh. v. Chr. in der Nähe der alten persischen Residenzsstadt Kelainai (Dinar, Afyon) errichtete Tumulusgrab von Tatarlı ist für das Kulturerbe der Türkei von unschätzbarem Wert, da seine hölzerne Grabkammer vollflächig mit qualitätvollen persisch beeinflussten Holzmalereien überzogen war – eine heute fast gänzlich verlorene Kunstgattung.

Der Innenraum des Tumulusgrabs war sorgfältig in leuchtenden Farben bemalt, zu ihm führte ein steinerner, teilweise überwölbter Dromos. Mithilfe eines komplizierten Systems aus Quadermauern, Drainagegräben und mehrschichtigen Holz-, Lehm-, und Kiespackungen war es den antiken Baumeistern gelungen, die Grabkammer durch zweieinhalb Jahrtausende hindurch relativ gut vor den schädlichen Einflüssen der Witterung zu schützen.

Als besonders aufsehenerregend sind bei diesem Grab Malereien auf dem Holz der Eingangsfront zu werten, die Friese von heraldisch sitzenden Raubtieren, kämpfenden Fußsoldaten, einer Wagenkavalkade, geflügelten Stieren und Raubvögeln abbilden. Mellink datiert die Wandmalereien ins 6. Jahrhundert v. Chr. Obwohl es für die konstruktiven Details der Holzkammer Parallelen unter den Tumuli in Gordion gibt, reicht dieses Indiz allein für eine Zuweisung des Grabes zum phrygischen Kulturkreis nicht aus. Jedoch deutet der Fund eines phrygischen Gürtels in einem Grab in der Nähe gleichfalls auf die Mischung lydischer, phrygischer und griechischer Kulturelemente in diesem Grenzgebiet hin.

Das Grab wurde 1969 geplündert, die besterhaltenen Balken herausgesägt und ins Ausland geschafft. Die restlichen Holzbalken wurden ins Archäologische Museum von Afyon gebracht. Vor sechs Jahren wurden vier fehlende Balkenteile in einem Museum in München (Deutschland) wiederentdeckt. Latife Summerer und Alexander von Kienlin starteten ein Projekt diese vor vierzig Jahren zerstörte Grabkammer so vollständig wie möglich wiederaufzubauen, und auf diese Weise sie für künftige Generationen zu bewahren.

Mit Förderung der Agentur Istanbul 2010 Kulturhauptstadt Europas und des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland wird diese einzigartige bemalte Holzgrabkammer mit ihren farbenfrohen Bildern von Krieg, Kult und Mythos restauriert und zum ersten Mal im Museum Vedat Nedim Tör des Kulturzentrums der Yapı Kredi zwischen dem 17. Juni und 26. September 2010 ausgestellt.

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Nasreddin lebte im 13./14. Jhd. in Akşehir, im südwestlichen Anatolien. Die ersten Anekdoten über Nasreddin Hoca in türkischsprachigen Quellen befinden sich in der Saltukname von Ebülhayri Rumi. In der populären Tradition hat sich allerdings die Auffassung durchgesetzt, die auf den osmanischen Reisenden Evliya Çelebi zurückgeht. Evliya Çelebi schreibt im 17. Jahrhundert über seine Reise zum vermuteten Grabmal Nasreddin Hocas in Akşehir und gibt dabei eine Anekdote an, in der Nasreddin Hoca mit Timur Lenk auftritt. Versuche, den Charakter Nasreddin zu historisieren, gelten allerdings als spekulativ. Es gibt auf historischen Stiftungsurkunden aus den Jahren 1257 und 1266 einen Verweis auf eine Person namens Nasreddin Hoca, die vor den Kadi treten musste.

Manchmal spielt Nasreddin in seinen Witzen die Rolle eines schlauen Menschen, manchmal die eines Idioten. Die ihm zugeschriebenen Witze sind eine bunte Mischung aus Volksweisheit, Schlauheit, aber auch derben oder anzüglichen Inhalte. Ihm wurden allerlei witzige, humorvolle oder schwankhafte Erzählungen nachträglich zugeschrieben. In vielen Erzählungen spielt er einfach eine Witzfigur wie Fritzchen, in anderen eine Art Till Eulenspiegel, wobei es durchaus Ähnlichkeiten in den Geschichten zu Eulenspiegel gibt.

„Der Sarkophag Nasreddin Hodscha in Akşehir, wo er gestorben ist und noch heute sein Grab gezeigt wird, trägt eine Inschrift mit dem Todesdatum 386; wenn man es, sozusagen als letzten Scherz des türkischen Eulenspiegel, von hinten liest, ergibt sich das wirkliche Sterbejahr: 683 alter Zeitrechnung (1284/85).”

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Überall begegnet man in der Türkei die blauen Augen, die am Hauseingang, am Kinderwagen, an den Jacken der kleinen Kinder, in den Autos bzw. Bussen , oder als Kette und als Schmuck aufgehængt werden, wo man sich vor dem bösen Blick schützen will.

Es sind Schutzobjekte gegen bösen Blicke. Man nennt die blauen Augen auch als die “ Augen der Medusa“.

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